Briefmarken

Die Briefmarke ist in erster Linie ein Postwertzeichen, zur Bestätigung der Zahlung einer, auf der Briefmarke aufgedruckten Betrages. Meist ist sie rechteckig aus Papier, mit gezackten Rändern.

Die erste offizielle Briefmarke wurde bereits im Jahre 1840, nach Vorschlägen von Roland Hill, herausgegeben. Es gab jedoch vergleichbare Wertmarken bereits in früheren Jahren. Schnell breitete sich das System der Postwertzeichen auf der ganzen Welt aus und vereinfachte so das Zahlungssystem bei Briefen und ähnlichen portopflichtigen Dingen. Durch die weltweite Ausbreitung der Briefmarke entdeckten schnell Sammler die Leidenschaft des Tauschens und Sammelns der Marken, die Philatelie. Der Begriff Philatelist wurde schon 1864 von Georg Herpin, einem französischen Sammler, geprägt.

Im Jahre 1860 entstanden schon die ersten Briefmarkenalben und nur ein Jahr später hielten Briefmarkenkataloge ihren Einzug in die Häuser begeisterter Sammler. “The Monthly Advertiser” war die erste Fachzeitschrift und förderte speziell den Tausch der gezackten Sammlerstücke auf der ganzen Welt. Briefmarkensammlervereine folgten und immer mehr Bürger auf der ganzen Welt entdeckten ihre Leidenschaft zum Sammeln ganzer Serien. Natürlich war es nur eine Frage der Zeit, bis auch die ersten Fälschungen der Marke auf den Markt kamen. Aus diesem Grunde sahen sich Postverwalten genötigt notwendige Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Das Wasserzeichen oder ein ganz bestimmtes Faserpapier sollten Fälschungssicherheit garantieren. Bald schon entdeckte man die Briefmarke aber auch als Propagandamittel, beispielsweise während des Krieges. So wurde Marken mit Aufdrucken Adolf Hitlers oder Stalins weit verbreitet.

Noch heute werden Marken mit speziellen Aufdrucken, z.B. zur Fußball-WM hergestellt, um Sammler zu gewinnen und so das Geschäft mit den Postwertzeichen anzukurbeln. Einige Staaten, wie Liechtenstein oder der Vatikanstaat, produzieren ausschließlich Sammlereditionen, da dies ein sehr lohnendes Geschäft für diese Länder darstellt.

In Deutschland ist es seit dem Jahre 2008 möglich, dass Kunden ihre Briefmarken mit eigenen Motiven gestalten können und seit Januar 2010 sind sogenannte Duftmarken erhältlich, welche beim Reiben über die Marke einen bestimmten Geruch freisetzen. Auch die Internetmarke erfreut sich inzwischen großer Beliebtheit in der Bevölkerung.

Immer wieder wird dem Kunden, durch Neuerungen, mehr Anreiz zum Sammeln der Wertmarken gegeben, so dass die Philatelie sich nach wie vor großer Begeisterung erfreut und die Lobby der Sammler stetig wächst.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.